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Haarausfall: Welche Blutwerte sollte man untersuchen lassen?

Haarausfall · Blutwerte · Ursachenklärung

Wer plötzlich mehr Haare in der Bürste, auf dem Kopfkissen oder beim Duschen bemerkt, fragt sich häufig: Welche Blutwerte sollte man bei Haarausfall untersuchen lassen? Die Antwort hängt davon ab, welche Form des Haarausfalls vorliegt, wie lange er besteht und welche weiteren Beschwerden oder Risikofaktoren vorhanden sind. Blutwerte können bei der Ursachenklärung wichtige Hinweise liefern – sie ersetzen jedoch weder die ärztliche Anamnese noch eine Untersuchung von Kopfhaut und Haaren.

Haarausfall und Blutwerte – kurz erklärt

Bei diffusem oder ungeklärtem Haarausfall können je nach Ausgangssituation insbesondere ein Blutbild, der Eisenstatus einschließlich Ferritin und die Schilddrüsenfunktion relevant sein.

Weitere Werte wie Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure, Zink oder bestimmte Hormone können bei passenden Beschwerden, Ernährungsrisiken oder klinischen Hinweisen zusätzlich untersucht werden.

Ein allgemeines „Haarausfall-Labor“, das bei jeder Person identisch durchgeführt werden sollte, gibt es jedoch nicht. Die Auswahl der Blutwerte sollte sich an Anamnese, Haarausfallmuster und individueller Situation orientieren.

Warum können Blutwerte bei Haarausfall sinnvoll sein?

Haarausfall ist zunächst ein Symptom und keine einzelne Diagnose. Neben genetischen Formen können unter anderem körperliche Belastungen, Erkrankungen, Medikamente, hormonelle Veränderungen oder Nährstoffmängel eine Rolle spielen.

Besonders bei diffusem Haarausfall, bei dem die Haare über größere Bereiche des Kopfes verstärkt ausfallen, können Blutuntersuchungen helfen, behandelbare Ursachen zu erkennen oder auszuschließen.

Dabei sollte die Frage nicht lauten: „Welche möglichst große Liste an Blutwerten kann man testen?“

Sinnvoller ist: Welche Untersuchung passt zu meinem Haarausfall, meiner Vorgeschichte und meinen weiteren Beschwerden?

Wichtig: Laborwerte sollten immer im klinischen Zusammenhang interpretiert werden. Ein einzelner auffälliger oder unauffälliger Wert erklärt nicht automatisch die Ursache des Haarausfalls.

Nicht jeder Haarausfall hat dieselbe Ursache

Bevor Blutwerte bestimmt werden, ist wichtig zu klären, wie der Haarausfall aussieht.

Diffuses Haar shedding unterscheidet sich beispielsweise von einem erblich bedingten Muster, kreisrundem Haarausfall oder entzündlichen beziehungsweise vernarbenden Veränderungen der Kopfhaut.

Für die erste Einordnung können unter anderem folgende Fragen wichtig sein:

  • Fallen die Haare überall gleichmäßig aus oder nur in bestimmten Bereichen?
  • Seit wann besteht der Haarausfall?
  • Begann er plötzlich oder schleichend?
  • Gab es einige Wochen oder Monate zuvor eine Erkrankung, Operation oder starke Belastung?
  • Gab es eine deutliche Gewichtsabnahme oder Ernährungsumstellung?
  • Bestehen Müdigkeit, Gewichtsveränderungen oder weitere körperliche Beschwerden?
  • Gibt es Veränderungen der Kopfhaut?
  • Werden Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel eingenommen?
  • Bestehen hormonelle Beschwerden oder Zyklusveränderungen?
  • Gibt es Haarausfall in der Familie?

Diese Informationen helfen dabei, zu entscheiden, ob und welche Laboruntersuchungen sinnvoll sein können.

Welche Blutwerte können bei Haarausfall untersucht werden?

Welche Blutwerte bei Haarausfall sinnvoll sind, richtet sich nach der individuellen Situation. Bei diffusem beziehungsweise ungeklärtem Haarausfall werden häufig insbesondere Eisenstatus und Schilddrüsenfunktion berücksichtigt.

Blutwert / Untersuchung Warum kann er relevant sein? Wann besonders sinnvoll?
Blutbild / Hämoglobin Kann Hinweise auf eine Anämie geben. Zum Beispiel bei diffusem Haarausfall, Müdigkeit, Blässe oder Verdacht auf Eisenmangel.
Ferritin / Eisenstatus Ferritin dient als Marker für die Eisenspeicher und kann bei der Abklärung eines Eisenmangels relevant sein. Besonders bei diffusem Haarausfall oder erhöhtem Risiko für Eisenmangel.
TSH / Schilddrüsenwerte Schilddrüsenerkrankungen können mit diffusem Haarverlust verbunden sein. Bei ungeklärtem diffusem Haarausfall oder zusätzlichen Schilddrüsensymptomen.
Vitamin D In Studien wurden Zusammenhänge zwischen niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln und bestimmten Formen von Haarausfall untersucht. Je nach Risikoprofil, Symptomen und ärztlicher Einschätzung.
Vitamin B12 / Folsäure Mängel können bei bestimmten Ernährungsformen oder Erkrankungen vorkommen. Bei passenden Risikofaktoren oder weiteren Symptomen.
Zink Ein ausgeprägter Zinkmangel kann Haarveränderungen begleiten. Vor allem bei klinischem Verdacht, Ernährungsrisiken oder möglichen Resorptionsstörungen.
Hormonwerte Können bei bestimmten hormonellen Konstellationen zur Ursachenklärung beitragen. Zum Beispiel bei Zyklusveränderungen, verstärkter Körperbehaarung, Akne oder anderen Hinweisen auf hormonelle Veränderungen.

Diese Tabelle ist keine Empfehlung für ein pauschales Laborpaket. Welche Werte tatsächlich bestimmt werden sollten, muss anhand der persönlichen Situation entschieden werden.

Ferritin und Eisen bei Haarausfall

Ferritin ist eines der am häufigsten genannten Laborthemen im Zusammenhang mit diffusem Haarausfall. Es dient als Marker für die Eisenspeicher des Körpers.

Ein Eisenmangel kann auch entstehen, bevor eine ausgeprägte Anämie im Blutbild sichtbar wird. Deshalb kann es sinnvoll sein, bei passender Ausgangssituation nicht nur das Hämoglobin, sondern auch den Eisenstatus zu betrachten.

Studien zu diffusem Haarausfall zeigen Zusammenhänge zwischen niedrigen Ferritinwerten und bestimmten Patientengruppen. Gleichzeitig ist die wissenschaftliche Datenlage nicht so eindeutig, dass jeder Haarausfall automatisch durch einen niedrigen Ferritinwert erklärt werden kann.

Wann kann ein Eisenstatus besonders relevant sein?

  • bei diffusem Haarausfall,
  • bei starker oder häufiger Menstruationsblutung,
  • bei Müdigkeit oder Leistungsminderung,
  • bei einer eisenarmen Ernährung,
  • nach Blutverlust,
  • bei bestimmten Magen-Darm-Erkrankungen oder Resorptionsproblemen.

Wichtig: Ferritin sollte nicht isoliert interpretiert werden. Entzündungen und andere Erkrankungen können den Wert beeinflussen. Auch eine Eiseneinnahme sollte nicht allein aufgrund von Haarausfall auf Verdacht begonnen werden.

Schilddrüse und Haarausfall: Welche Blutwerte können relevant sein?

Sowohl eine Unterfunktion als auch eine Überfunktion der Schilddrüse kann mit Veränderungen des Haarwachstums beziehungsweise diffusem Haarverlust einhergehen.

Deshalb gehört die Schilddrüsenfunktion bei ungeklärtem diffusem Haarausfall häufig zu den Bereichen, die ärztlich mitbeurteilt werden.

Ein wichtiger Ausgangswert ist häufig das TSH. Ob weitere Schilddrüsenwerte erforderlich sind, hängt von Beschwerden, Vorgeschichte und dem TSH-Befund ab.

Zusätzliche Hinweise können beispielsweise sein:

  • ungeklärte Müdigkeit,
  • Gewichtsveränderungen,
  • Hitze- oder Kälteempfindlichkeit,
  • Herzklopfen oder veränderter Puls,
  • weitere typische Schilddrüsenbeschwerden.

Vitamin D bei Haarausfall – sollte der Wert getestet werden?

Vitamin D wird häufig im Zusammenhang mit Haarverlust diskutiert. Einige Studien fanden bei Personen mit diffusem Haarausfall niedrigere Vitamin-D-Spiegel als bei Kontrollgruppen.

Andere Untersuchungen zeigen jedoch, dass Laborauffälligkeiten bei Haarausfall insgesamt nicht so einheitlich auftreten, wie häufig angenommen wird.

Deshalb sollte Vitamin D nicht als alleinige Erklärung für Haarausfall betrachtet werden. Ob eine Bestimmung sinnvoll ist, hängt von individuellen Risikofaktoren, Beschwerden und der ärztlichen Einschätzung ab.

Zink, Vitamin B12 und Folsäure – immer testen?

Auch Zink, Vitamin B12 und Folsäure werden häufig als „Haarvitamine“ bezeichnet. Das bedeutet jedoch nicht, dass bei jeder Person mit Haarausfall automatisch ein Mangel besteht.

Eine Untersuchung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn zusätzliche Hinweise oder Risikofaktoren bestehen.

Beispiele sind:

  • stark eingeschränkte Ernährungsformen,
  • vegane oder vegetarische Ernährung bei entsprechendem Risiko,
  • Magen-Darm-Erkrankungen oder Resorptionsstörungen,
  • ungeklärte neurologische oder allgemeine Mangelsymptome,
  • klinische Hinweise auf einen spezifischen Nährstoffmangel.

Neuere Untersuchungen zu chronischem telogenem Haarausfall unterstreichen, dass nicht jede vermutete Vitamin- oder Mineralstoffabweichung bei allen Betroffenen tatsächlich nachweisbar ist.

Wann können Hormonwerte bei Haarausfall relevant sein?

Nicht jede Person mit Haarausfall benötigt ein umfassendes Hormonprofil.

Hormonuntersuchungen können vor allem dann sinnvoll werden, wenn neben Haarausfall weitere Hinweise auf hormonelle Veränderungen bestehen.

Bei Frauen können dazu beispielsweise gehören:

  • unregelmäßige oder ausbleibende Menstruation,
  • neu auftretende oder ausgeprägte Akne,
  • verstärkte Körper- oder Gesichtsbehaarung,
  • bestimmte Muster des Haarverlusts,
  • weitere klinische Hinweise auf eine hormonelle Ursache.

Welche Hormone untersucht werden, sollte aus der konkreten Fragestellung abgeleitet werden und nicht aus einem pauschalen Standardpaket.

Warum Nahrungsergänzung bei Haarausfall nicht einfach auf Verdacht sinnvoll ist

Wer unter Haarausfall leidet, stößt schnell auf Produkte mit Eisen, Zink, Biotin, Vitamin D oder anderen Mikronährstoffen.

Mehr ist jedoch nicht automatisch besser.

Wenn kein Mangel vorliegt, ist nicht automatisch zu erwarten, dass eine zusätzliche Einnahme den Haarverlust verbessert. Außerdem können hoch dosierte Präparate Nebenwirkungen haben oder medizinische Untersuchungen beeinflussen.

Sinnvoller ist deshalb:

  1. Haarausfall zunächst richtig einordnen,
  2. gezielt nach möglichen Ursachen suchen,
  3. relevante Werte bestimmen, wenn medizinisch sinnvoll,
  4. einen nachgewiesenen Mangel gezielt behandeln.

Warum Blutwerte allein bei Haarausfall nicht ausreichen

Ein normales Labor bedeutet nicht automatisch, dass kein erklärbarer Haarausfall vorliegt.

Viele Formen von Haarverlust werden vor allem anhand von Krankengeschichte, Verteilungsmuster und Untersuchung der Kopfhaut beziehungsweise Haare unterschieden.

Je nach Fragestellung können beispielsweise eine Haaranalyse, Trichoskopie beziehungsweise digitale Beurteilung zusätzliche Informationen liefern.

Bei DERMAVIE finden Sie weitere Informationen zur Haaranalyse und Haartherapie in Wolfhagen.

Merksatz: Blutwerte können innere Faktoren sichtbar machen. Die Haar- und Kopfhautuntersuchung hilft dagegen dabei, das sichtbare Muster des Haarausfalls einzuordnen. Beides kann sich bei ausgewählten Fällen sinnvoll ergänzen.

Ursachenklärung bei Haarausfall bei DERMAVIE in Wolfhagen

Wenn Haarausfall länger besteht, deutlich stärker wird oder die Ursache unklar bleibt, kann eine strukturierte Ursachenklärung sinnvoll sein.

Bei DERMAVIE in Wolfhagen können Beschwerden zunächst ärztlich eingeordnet und anschließend gezielt passende Untersuchungen ausgewählt werden.

Je nach Ausgangssituation können dabei beispielsweise eine Rolle spielen:

  • ärztliche Anamnese und Einordnung des Haarausfalls,
  • Blutuntersuchung und Nährstoffdiagnostik,
  • Eisenstatus beziehungsweise Ferritin bei passender Fragestellung,
  • Schilddrüsen- oder Hormonabklärung bei entsprechenden Hinweisen,
  • Haar- und Kopfhautanalyse,
  • Auswahl weiterer Schritte auf Grundlage der Ergebnisse.

Einen Überblick über Blut-, Nährstoff- und Hormonanalysen finden Sie auf unserer Seite Diagnostik & Analysen bei DERMAVIE in Wolfhagen.

Geht es zusätzlich um die gezielte Beurteilung von Kopfhaut, Haarwurzeln und möglichen Haartherapien, finden Sie weitere Informationen unter Haartherapie und Haaranalyse in Wolfhagen.

Haarausfall – Ursache zunächst gezielt einordnen

Statt einzelne Nährstoffe oder Behandlungen auf Verdacht auszuwählen, kann zunächst geklärt werden, welche Diagnostik zu Ihrer persönlichen Ausgangssituation passt.

Wann sollte Haarausfall zeitnah ärztlich abgeklärt werden?

Nicht jeder verstärkte Haarverlust ist ein Notfall. Bestimmte Veränderungen sollten jedoch medizinisch beurteilt werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • plötzlich auftretende kahle Stellen,
  • sehr starker oder rasch zunehmender Haarverlust,
  • entzündete, schmerzhafte oder stark juckende Kopfhaut,
  • Narbenbildung oder dauerhaft glatt wirkende kahle Bereiche,
  • gleichzeitiger Verlust von Augenbrauen oder Körperhaar,
  • zusätzliche ausgeprägte körperliche Beschwerden,
  • Haarausfall nach Beginn eines neuen Medikaments,
  • anhaltender Haarverlust ohne erkennbare Ursache.

Besonders bei entzündlichen oder vernarbenden Formen ist eine frühzeitige fachärztliche Einordnung wichtig, da nicht jede Form des Haarverlusts vollständig reversibel ist.

Fazit: Welche Blutwerte bei Haarausfall sinnvoll sind, hängt von der Ursache ab

Bei der Frage „Haarausfall – welche Blutwerte?“ gibt es keine universelle Liste, die für jede Person gleich sinnvoll ist.

Besonders bei diffusem beziehungsweise ungeklärtem Haarausfall können Blutbild, Ferritin beziehungsweise Eisenstatus und Schilddrüsenfunktion wichtige Bausteine der Ursachenklärung sein.

Weitere Werte wie Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure, Zink oder bestimmte Hormone sollten dagegen abhängig von Anamnese, Beschwerden und individuellen Risikofaktoren ausgewählt werden.

Entscheidend ist deshalb nicht die größtmögliche Zahl an Laborwerten, sondern eine Untersuchung, die zur konkreten Form des Haarausfalls passt.

Häufige Fragen zu Blutwerten bei Haarausfall

Welche Blutwerte sollte man bei Haarausfall untersuchen lassen?

Bei diffusem oder ungeklärtem Haarausfall können je nach Ausgangssituation beispielsweise Blutbild, Ferritin beziehungsweise Eisenstatus und Schilddrüsenwerte relevant sein. Weitere Untersuchungen sollten anhand von Beschwerden, Ernährung, Vorgeschichte und klinischen Hinweisen ausgewählt werden.

Welcher Ferritinwert ist bei Haarausfall wichtig?

Ferritin dient als Marker der Eisenspeicher. Ein einzelner pauschaler „optimaler Haarwert“ lässt sich jedoch nicht unabhängig von Laborreferenz, Geschlecht, Entzündungsstatus und persönlicher Situation festlegen. Der Wert sollte deshalb ärztlich im Gesamtkontext interpretiert werden.

Kann Eisenmangel Haarausfall verursachen?

Eisenmangel wird insbesondere mit diffusem Haarverlust in Verbindung gebracht. Ob er tatsächlich die Ursache ist, sollte durch geeignete Untersuchungen und die klinische Situation beurteilt werden.

Kann die Schilddrüse Haarausfall verursachen?

Ja. Sowohl Schilddrüsenunterfunktion als auch Schilddrüsenüberfunktion können mit diffusem Haarverlust beziehungsweise Veränderungen des Haarwachstums einhergehen.

Ist TSH bei Haarausfall wichtig?

TSH ist häufig ein wichtiger Ausgangswert zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Ob weitere Schilddrüsenwerte erforderlich sind, hängt von TSH, Symptomen und medizinischer Vorgeschichte ab.

Sollte Vitamin D bei Haarausfall untersucht werden?

Einige Studien haben bei bestimmten Formen von Haarausfall niedrigere Vitamin-D-Werte gefunden. Eine pauschale Vitamin-D-Bestimmung ist daraus jedoch nicht für jede Person abzuleiten. Die Entscheidung sollte individuell erfolgen.

Kann Zinkmangel Haarausfall verursachen?

Ein ausgeprägter Zinkmangel kann mit Haarveränderungen einhergehen. Ein Zinktest ist jedoch nicht automatisch bei jedem Haarausfall erforderlich und sollte insbesondere bei entsprechenden Risikofaktoren oder klinischem Verdacht erwogen werden.

Sollte man Vitamin B12 bei Haarausfall testen?

Vitamin B12 kann bei passenden Ernährungsformen, Resorptionsstörungen oder weiteren Mangelsymptomen relevant sein. Eine routinemäßige Bestimmung bei jeder Form von Haarausfall ist jedoch nicht automatisch erforderlich.

Welche Hormone sollte man bei Haarausfall untersuchen?

Ein Hormonprofil sollte nicht pauschal durchgeführt werden. Bei Frauen können Hormonuntersuchungen beispielsweise dann sinnvoll sein, wenn zusätzlich Zyklusstörungen, Akne, verstärkte Körperbehaarung oder andere Hinweise auf eine hormonelle Ursache bestehen.

Können Blutwerte normal sein und trotzdem Haarausfall bestehen?

Ja. Viele Formen des Haarausfalls lassen sich nicht allein durch Blutwerte erklären. Deshalb können die Untersuchung von Kopfhaut und Haaren sowie die Beurteilung des Haarausfallmusters ebenfalls wichtig sein.

Sollte man bei Haarausfall einfach Eisen oder Zink einnehmen?

Nahrungsergänzung sollte nicht allein auf Verdacht erfolgen. Sinnvoller ist es, einen tatsächlichen Mangel zunächst diagnostisch zu bestätigen und anschließend gezielt zu behandeln.

Wo kann man Blutwerte bei Haarausfall in Wolfhagen abklären lassen?

Bei DERMAVIE in Wolfhagen kann zunächst ärztlich eingeordnet werden, welche Untersuchungen zur persönlichen Ausgangssituation passen können. Je nach Fragestellung können Diagnostik, Blut- oder Nährstoffanalyse und eine ergänzende Haaranalyse miteinander kombiniert werden.

Medizinischer Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung.

Haarausfall kann viele unterschiedliche Ursachen haben. Welche Laborwerte oder weiteren Untersuchungen sinnvoll sind, hängt unter anderem von Art und Dauer des Haarausfalls, Begleitsymptomen, Ernährung, Medikamenten, Erkrankungen und persönlicher Vorgeschichte ab.

Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente sollten nicht allein aufgrund allgemeiner Internetinformationen begonnen oder verändert werden. Laborwerte sollten medizinisch interpretiert werden.

Medizinische Quellen & fachliche Grundlage

  • British Association of Dermatologists: Telogen Effluvium – Patient Information Leaflet. Aktualisierte Patienteninformation, 2025.
  • DermNet: Diffuse alopecia. Übersicht zu Diagnostik, Differenzialdiagnosen und Laboruntersuchungen bei diffusem Haarverlust.
  • Tamer F., Yuksel M.E., Karabag Y.: Serum ferritin and vitamin D levels should be evaluated in patients with diffuse hair loss prior to treatment. Postepy Dermatologii i Alergologii, 2020. PMID: 32792884.
  • Durusu Turkoglu I.N., Turkoglu A.K., Soylu S.: A comprehensive investigation of biochemical status in patients with telogen effluvium. Journal of Cosmetic Dermatology, 2024. PMID: 39107936.
  • American Academy of Dermatology: Informationen zur Diagnostik verschiedener Formen von Haarausfall und zur möglichen Rolle von Blutuntersuchungen.

Christian Runow

Privatarzt

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